Zeltlager

Wir sind ein kleines Zeltlager aus Mainz, das jedes Jahr mit ca. 30 Kindern im Alter von 9 bis 15 Jahren im Umkreis von Mainz ins Zeltlager fährt. Dabei legen wir großen Wert auf Familiarität, damit jeder jeden kennt und wir eine große Gemeinschaft werden. Dieser Ansatz hat sich seit 1992 bewährt.

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KÜCHE

Unser Küchenteam besteht aus 2-3 „Altgruppenleitern“, die Lust am Kochen haben und dem Lagerleben noch nicht ganz den Rücken kehren wollen. Es gibt täglich drei Hauptmahlzeiten, bestehend aus Frühstück, Mittag- und Abendessen. Außerdem steht jederzeit frisches Obst bereit. Mindestens eine der Mahlzeiten ist warm. Hier gibt es bspw. Spaghetti Carbonara, Wraps, Hähnchengeschnetzeltes und vieles mehr. Aber auch zum Frühstück gibt es immer mal wieder kleine Überraschungen wie Rührei oder Pancakes und zum Abendessen auch mal einen frischen Salat. Wir legen viel Wert auf frische Küche mit möglichst wenig Fertigprodukten und Geschmacksverstärkern. Ab diesem Jahr möchten wir außerdem die regionale Landwirtschaft unterstützen. Hierfür benutzen wir freiwillige Mehrbeträge, die man mit dem Teilnehmerbeitrag überweisen kann. Von dem Mehrbetrag werden wir bei regionalen Bauern und vermehrt Bio-Produkte einkaufen.

WORKSHOPS

Am ersten Tag des Zeltlagers können die Kinder aus 4-5 Workshop Angeboten wählen. Diese Workshops werden über das gesamte Zeltlager in das Tagesprogramm mit einfließen. Wir bieten zum Beispiel Workshops zum Thema Sport, Basteln, Bauen, Kochen, Wellness oder Ähnlichem. Dieses Angebot versuchen wir jedes Jahr neu zu gestalten. Wir haben schon Stühle, Raketen oder Musikinstrumente gebaut oder den Kindern verschiedene Möglichkeiten der Entspannung gezeigt, haben mit ihnen verschiedene Kochrezepte ausprobiert, Theaterstücke, Filme und Tanzchoreographien auf die Beine gestellt und ihnen verschiedene Sportarten näher gebracht.

ÜBERFÄLLER

Überfäller sind ein Highlight bei uns im Zeltlager. Jede Nacht warten wir, dass Sie kommen. Doch wer sind denn diese Überfäller?

Freunde, ehemalige Gruppenleiter und Eltern, die uns nachts „besuchen“ kommen. Sie schleichen sich an unseren Zeltplatz heran und versuchen das Banner zu stibitzen. Aber keine Angst, wir wissen unser Banner zu verteidigen: Unsere „Night’s Watch“, die Nachtwache steht bereit. Jede Nacht bewachen im Schichtdienst zwei Gruppen aus Kindern und Gruppenleitern das Lager. Sie warten mit offenen Ohren und Augen am Lagerfeuer und auf Rundgängen: Knackt es im Unterholz? Stehen irgendwo Autos mit Mainzer Kennzeichen? Ist der erste Überfäller ertappt, alarmiert die Nachtwache das ganze Zeltlager. Alle helfen mit das Banner zu verteidigen! Sofort bilden wir Gruppen mit Gruppenleitern und Kindern, die die Überfäller suchen und fangen müssen, bevor Sie das Banner erreichen. Es ist von Überfall zu Überfall unterschiedlich, wie wir die Überfäller am besten erwischen: Manchmal gibt es wilde Verfolgungsjagden, manchmal legen wir uns auf die Lauer. Wer einen Überfäller fängt, liefert ihn am Lagerfeuer ab: Dort darf er sich aufwärmen und den Abend mit seiner Anwesenheit bereichern. Wenn alle Überfäller gefangen sind, kriechen alle Kinder wieder in ihre Schlafsäcke.

NOCH MEHR?

LAGERWIRTSCHAFT

Bei uns können sich die Kinder den ganzen Tag an kostenlosem Obst (Äpfel, Bananen, Birnen etc.) bedienen. Sie haben aber auch die Chance sich von ihrem mitgebrachten Taschengeld an unserem Kiosk mit kleinen Süßigkeiten zu versorgen. Im letzten Jahr wurde bei uns das Bargeldlose Zahlen am Kiosk eingeführt. Das macht uns die Sache einfacher und die Kinder können ihr Geld nicht verlieren. Damit das Ganze mit den Süßigkeiten keine Überhand nimmt, geben wir nur einen Höchstbetrag von 3€ pro Kind und Tag frei. Am Ende des Zeltlagers bekommen die Kinder dann eventuelle Restbeträge wieder ausgezahlt. Überbuchungen des Kontos sind nicht möglich.

DIENSTE

Um das Miteinander während dem 10 tägigen Zeltlager zu erleichtern, teilen wir die Kinder vor ihrer Ankunft jährlich in Kleingruppen auf, welche jeweils von 2 Gruppenleitern betreut werden. Diese Kleingruppen sind dazu gedacht, bei den täglich anfallenden Arbeiten, wie dem Küchen- oder Klodienst, zu helfen und den Gruppenleitern, wie die Kinder es bereits von zu Hause kennen, ein wenig unter die Arme zu greifen. Zusätzlich erstellen wir zwei Pläne, welche wir leicht ersichtlich in den E-Stall hängen. Der Eine führt die Kleingruppen, samt helfenden Gruppenleitern, auf. Der Andere teilt diese über die gesamte Spanne des Zeltlagers täglich für die Dienste, wie Küchendienst (unterteilt in Frühstück,Mittag und Abendessen) und Klodienst ein. Der Küchendienst beinhaltet meist das Spülen der zum Kochen benötigten Utensilien, sowie das Decken der Tische vor dem Essen. Beim Klodienst werden dann täglich die Toiletten und Duschen gereinigt.

PACKLISTE

Kleidung

  • Festes Schuhwerk (Turnschuhe, Gummistiefel, Wanderschuhe)
  • Leichtes Schuhwerk (Flip Flops, Sandalen, Sneakers)
  • Socken
  • Ausreichend Unterwäsche
  • Dicke Pullover
  • Lange & kurze Hosen
  • Regenjacke
  • Jacke
  • Sonnenschutz (Kappe, Sonnenhut)
  • Oberteile
  • Badesachen
  • Schlafanzug
  • Sportsachen
  • Alte Sachen, die auch kaputt gehen dürfen

Kosmetika

  • Zahnpasta
  • Zahnbürste
  • Shampoo & Duschgel
  • Sonnencreme

Sonstiges

  • Geschirr & Besteck
  • Taschenlampe
  • Luftmatratze oder Feldbett (keine dünnen Isomatten)
  • Handtücher (möglichst auch noch eins zum Wechseln)
  • Schwimmhandtuch
  • Schlafsack
  • Kopfkissen

Häufig gestellte Fragen

Wie läuft ein Tag im Zeltlager ab?

Wir stehen jeden Morgen gegen 9:00 Uhr auf und spielen vor dem Frühstück ein kleines Spiel um wach zu werden, unseren sogenannten Morgenimpuls. Nach dem Frühstück gibt es eine kleine Pause, ehe es vormittags mit einem kleinen Programmpunkt weiter geht. Nachmittags gibt es meist das Tageshighlight, bestehend aus einem großen Spiel, das entweder im Wald, auf dem Platz oder auch mal im Dorf stattfindet. Abends haben wir auch immer einen Programmpunkt geplant, der von einem gemütlichen Lagerfeuerabend, bis hin zur Disco reichen kann.

Natürlich steht dieser Tagesablauf nicht in Stein gemeißelt, sondern kann je nach Stimmung der Gruppe auch mal durchgewürfelt oder gar komplett über den Haufen geworfen werden und wir statten dem örtlichen Schwimmbad einen Besuch ab.

Was gibt es im Zeltlager zu essen?

Wir haben ein Küchenteam, das irgendwann genug vom klassischen "Zeltlagerfraß" hatte und sich entschloss, die Aufgabe selbst in die Hand zu nehmen. Seitdem gibt es bei uns im Zeltlager das mit Abstand beste Essen! Keine Dosen mehr, keine Fertigspeisen, sondern leckeres, frisches, selbst gekochtes Essen.

Von frischen Spaghetti Carbonara, leckerem Curry, knackigen Wraps und selbstgemachten Falafel über Kartoffelpuffer und Burger ist alles dabei.

Morgens gibt es Brot mit Nutella, Marmelade, Käse oder Wurst, aber auch mal Überraschungen, wie Pancakes oder Bauernfrühstück. Dazu kocht die Küche immer einen leckeren Kakao. Abends gibt es ebenfalls Brot mit ein wenig Gemüse und dazu einen frischen Salat.

Eine vegetarische oder schweinefleischfreie Alternative gehört für uns, bei Bedarf, zur Selbstverständlichkeit. Auch auf Allergien wird Rücksicht genommen.

Müssen wir die Zelte selbst aufbauen?

Unsere Gruppenleiter fahren extra zwei Tage früher ins Zeltlager und bauen alles für euch auf. Das heißt ihr könnt direkt nach Ankunft eure Zelte beziehen und euch einrichten. Bei der Wahl der Zelte machen wir euch keine Vorgaben, bis auf die Trennung von Jungs und Mädchen. Das heißt ihr könnt euch mit euren Freunden direkt ein gemeinsames Zelt schnappen!

Wie kommen wir ins Zeltlager?

Wir treffen uns am Tag der Abfahrt immer um 14:00 Uhr auf dem Parkplatz schräg gegenüber unserer Gemeinde, am ehemaligen Autohaus Sommer. Nach dem Abschied von den Eltern fahren wir dann voller Vorfreude in einem Reisebus gemeinsam ins Zeltlager. Dort werdet ihr von den Gruppenleitern, die das Zeltlager aufgebaut haben, herzlich empfangen.

Muss ich katholisch sein, um mitfahren zu dürfen?

Auch wenn die katholische Kirche unser Träger ist freuen wir uns auf Teilnehmer aller Religionen und Glaubensrichtungen. Selbstverständlich nehmen wir auch auf entsprechende Ernährungsgewohnheiten Rücksicht.

Wer sind diese Überfäller?

Es klingt zwar gefährlich und du solltest auch Respekt vor ihnen haben, schließlich versuchen sie nachts unser Zeltlager-Banner zu klauen. Allerdings handelt es sich bei den Überfällern um Freunde, ehemalige Gruppenleiter oder einfach nur Gruppenleiter, die unter der Woche keine Zeit hatten mitzufahren. Sobald der nächste Morgen anbricht gehören sie also zu unserer Zeltlagerfamilie oder sind schon wieder weg.